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Termine Saison 2017/18

 

Krampusläufe 2018

 

17.11.2018 Lauf Langenstein

24.11.2018 Lauf Hirschbach

25.11.2018 Lauf Asten

30.11.2018 Punschstandlroas Aschach an der Steyr

01.12.2018 Lauf Losenstein

02.12.2018 Adventmarkt Magdalenaberg

05.12.2018 Hausbesuche

06.12.2018 Nikolaus und Krampus am Stadtplatz Steyr

07.12.2018 Lauf Gresten

08.12.2018 Lauf Scharnstein

09.12.2018 Lauf St. Florian

29.12.2018 Lauf Micheldorf

05.01.2019 Lauf Spital am Pyhrn

MFG Die DEVILS AND ANGEL

 

BRAUCHTUM

Namensherkunft

 

Der Name leitet sich von mittelhochdeutsch Krampen „Kralle“ oder bairisch Krampn „etwas Lebloses, Vertrocknetes, Verblühtes oder Verdorrtes“ ab. In vielen Regionen vermischt sich die Gestalt des Krampus mit dem Perchtenbrauchtum (s. Schiachperchtn).

Im bayrischen Alpenvorland und im österreichischen Salzkammergut sowie in Salzburg ist der Krampus eher unter der Bezeichnung Kramperl geläufig. Im Salzkammergut kommt auch die vom Namen Nikolaus abgeleitete Bezeichnung Niklo vor. Im Tiroler Raum spricht man häufiger von Tuifl, Tuifltåg oder Tuifltratzen, abgeleitet vom Begriff Teufel. Auch der Begriff Ganggerl wird verwendet.

 

 

Aussehen und Unterscheidung zu den Perchten

 

Der Krampus ähnelt in seinem Aussehen dem Teufel ebenso wie mystischen und Tiergestalten, wie sich als Schiachperchten im alpenländischen Brauchtum finden. Im Unterschied zu diesen, die in den Rauhnächten laufen, gehören die Krampusse ausschließlich zum Adventbrauchtum.

 

Im Normalfall wird die Figur des Krampus durch folgende Utensilien bekleidet:

  • Mantel bzw. Hosenanzug aus Schaf- oder Ziegenfell
  • Holzmaske (Larve) aus Zirben- oder Lindenholz geschnitzt, mit (echten) Ziegenbock-, Steinbock- oder Widderhörnern,...
  • Schellen oder Balkenglocken (bzw. Rollen), die an einem Gürtel oder Gurt am Rücken angebracht sind. Verwendet werden entweder eine Balkenglocke, die bis in die Kniekehlen reicht, oder mehrere kleinere bis mittelgroße Kuhglocken. Die Rasseln oder Schellen sind im Brauchtum des Krampusses nicht zu Hause. Diese werden nur von Schirchperchten verwendet. Manchmal, regional immer findet sich eine Kette zum Rasseln.
  • einem Rossschweif oder Kuhschwanz
  • eine Weidenrute
  • eine Buckelkraxn, ein auf dem Rücken befestigter Behälter, in dem - der Sage nach - böse Kinder mitgenommen werden.

Die Ausstattung ist jedoch von Ort zu Ort unterschiedlich.

Normalerweise bedecken die Krampusmasken den gesamten Kopf. Neu in Mode kommen allerdings Holzmasken, bei denen Kinn und Unterlippe frei gehalten werden. Die dadurch sichtbaren Gesichtsteile werden mit einer entsprechenden Farbe bemalt, damit die Masken realer aussehen, da der Läufer den Mund bewegen und die Zunge herausstecken kann.

 

 

Geschichte

 

Besuch von Nikolaus und Krampus. Darstellung von 1896

 

 

Der Krampusbrauch war ursprünglich im ganzen Habsburgerreich und angrenzenden Gebieten verbreitet, und wurde dann in der Zeit der Inquisition verboten, da es bei Todesstrafe niemandem erlaubt war, sich als teuflische Gestalt zu verkleiden. Jedoch wurde dieser Winterbrauch in manchen schwer zugänglichen Orten weitergeführt.

Ausgehend von den Klosterschulen (Kinderbischofsfest) entwickelte sich seit Mitte des 17. Jahrhunderts der Einkehrbrauch: begleitet von Schreckgestalten, Teufeln und Tiermasken (Habergeiß), prüft und beschenkt der Heilige Nikolaus die Kinder, während die Unartigen vom Krampus bestraft werden.

Seit dieser Zeit bildeten sich die Krampuspassen parallel zum Perchtenlauf, in denen nur die wehrfähigen, unverheirateten Männer des Dorfs teilnehmen dürfen, und mit denen die Veranstaltung seit dem mittleren 19. Jahrhundert wieder öffentlich wird.

Außerhalb der Gegenreformationsgebiete blieben die Krampusse vom norddeutsch-protestantisch geprägten Knecht Ruprecht verdrängt – im alemannisch-protestantischen Raum mischen sich die beiden Formen.